Auf Ausflugstour durch den Inselosten

Von Pythagório kommend, biegen wir in Tris Ekklisíes, hinter dem Supermarkt (Lidl) rechts nach Paleókastro ab. Das Dorf ist vom Tourismus völlig unberührt geblieben, lockt aber auch nicht zu mehr als höchstens einer kurzen Kaffepause auf der Platía. Platía in Paleòkastro. Wir setzen unsere Fahrt fort, 2 km weiter zweigt eine Stichstraße zum 2,5 km entfernten Strand von Kervéli ab. Oberhalb des Kervéli Village Hotels, werden wir durch eine Markierung auf der Straße zu einer Taverne aufmerksam. Die Taverne ist uns bislang unbekannt und wir folgen der Markierung neugierig. Manchmal hat man auf Samos das Gefühl, das die angegebenen Entfernungsangaben  deutlich von den Tatsächlichen abweichen. Die Taverne ist noch nicht in Sicht, aber ein Parkplatz erscheint.
Nachdem wir unseren Motorroller abgestellt haben, folgen wir weiter der Markierung. Nach wenigen Metern erscheint die Taverne ... Pardon, ein Gast ist doch schon da. Wir finden eine gemütliche, urige, … ....gepflegte und sehr saubere Taverne vor. Hinter dem Fenster befindet sich die Küche, nebst Abzugsschlauch für den Holzkohlengrill. Stavros, der Tavernenwirt begrüßt uns und teilt uns mit, welche Speisen er anzubieten hat. Eine Speisekarte gibt es nicht, er bot uns an, in die Küche zukommen, was wir auch taten. Entschieden haben wir uns für Tzaziki, Greek Salat und Schwertfischsteak. Die Portionen waren groß, alles war sehr schmackhaft und die Preise mehr als angemessen. Aufgrund dessen, eine klare Empfehlung. Mit einem letzten Blick auf die noch genutzten Holzöfen, verabschieden wir uns mit einen zufriedenen Gefühl aus der Taverne.
....es ist früher Nachmittag, die Frau des Tavernenwirtes begrüßt uns. Zur Zeit sind wir die einzigen Gäste. Wir fahren runter zur Bucht von Kervéli... ....der Kieselstrand ist dort zwar nur 100 m kurz, und sehr schmal, wird aber stellenweise von Tamarisken beschattet. Es gibt zwei nette Tavernen, Liegen, Sonnenschirme, Tretboote und Surfbretter können gemietet werden. Als Unterkunft, bieten sich ein Hotel, mehrere Ferien- und Apartmenthäuser an, sie werden teilweise auch von Reiseveranstaltern belegt. Die Bucht von Kervéli Die Bucht von Kervéli Bevor wir Kervéli verlassen, machten wir noch einen Stopp am Kervéli Village Hotel. Schön am Hang zwischen Ölbäumen und Zypressen gelegenes, gut in die Landschaft eingepasstes und umwelt-freundliches Hotel mit 50 Zimmern, Pool und Tennisplatz. 100 m vom Strand entfernt, 4x täglich kostenloser Shuttle-Bus nach Vathy.
Ein mächtiger Anker liegt in der Außenanlage des Hotels. Die Außenanlage des Hotels. Eine einladende Sitzgruppe im Kervéli Village Hotel. Die Außensitzterrasse der Bar und der darunter liegende Pool. Der Pool des Kervéli Village Hotels. Traumhaft schön gelegen, der Badesteg des Kervéli Village Hotels. Die Bucht von Kervéli liegt nun hinter uns, das vorbeirauschende Landschaftsbild wird durch Ölbäume geprägt. Possidónio ist das nächste Ziel, hier treffen Europa und Kleinasien aufeinander: im Hintergrund das türkische Kap Mykale. Possidónio war ursprünglich ein winziges Fischerdorf mit einer Handvoll Häuser.
Inzwischen jedoch hat es sich zu einem bescheidenen Urlaubs- und viel besuchten Ausflugsort entwickelt. Der im Wasser in Sandboden übergehende Kiesstrand ist nur ca. 60 m lang und lohnt die Anfahrt kaum, doch die Lage der Siedlung ist traumhaft schön. Nirgends ist das offene Meer zusehen, man fühlt sich wie an einem weiten, von Bergen gesäumten Binnensee. Das zum Greifen nah (1,2 km) scheinende Ufer der Türkei gehört bereits zu Asien. Impressionen in Possidónio. Impressionen in Possidónio. Diese bekannte Fischtaverne wird jeden Freitag von Captain Jiannis und seinem Boot "Agia Irini" aus Pythagório auf seinem Sunset-Trip angesteuert. Der schmale kleine Strand liegt direkt neben der Fischtaverne. Schöner kann man kaum am Meer sitzen. Impressionen in Possidónio.
Impressionen in Possidónio. Eine etwas abseits, versteckt liegende kleine Kirche in Possidónio. Der Kiesstrand in Possidónio. Impressionen in Possidónio. Impressionen in Possidónio. Impressionen in Possidónio. Der im Wasser in Sandboden übergehender schmale, flach abfallende Kiesstrand.
Impressionen in Possidónio. Impressionen in Possidónio. Impressionen in Possidónio. Impressionen in Possidónio. Der im Wasser in Sandboden übergehender schmale, flach abfallende Kiesstrand. Die "Wild Duck" liegt sehr oft in Possidónio bzw- Pythagório.  Psíli Ámmos liegt fast um die Ecke. Von hier aus hat man 2 Möglichkeiten dorthin zukommen. 1. Über den winzigen Weiler Klima, der über die 1 km lange Stichstraße am oberen Ortsanfang Possidónios liegt. Eine raue etwa 3 km lange Piste verläuft von hier aus an der Küste entlang nach Psíli Ámmos. 2. Wer keinen Jeep zur Verfügung hat, sollte nach Tris Ekklisíes zurückkehren.... ...um nach Psilí Ámmos zu gelangen. Wir entscheiden uns für Variante 2 und sind in 30 Min. in Psilí Ámmos. Hier ist unbestritten der schönste Sandstrand im Osten der Insel. Das Ufer fällt extrem flach ab und bildet für Kleinkinder eine ideale Badestelle. Auf dem 300 m langen und 30 m breiten Strand spenden einige Tamarisken Schatten. Vier Tavernen sorgen fürs leibliche Wohl.
Das Parkplatzproblem wurde privatwirtschaftlich gelöst: Bauern haben Grundstücke in gebührenpflichtige Parkplätze verwandelt. Psilí Ámmos Psilí Ámmos Psilí Ámmos Das Boot "Agia Irini" von Captain Jiannis in Psilí Ámmos. Psilí Ámmos Psilí Ámmos
Teilweise spenden Tamarisken Schatten in Psilí Ámmos. Psilí Ámmos Psilí Ámmos Auch für Gäste ohne Schirm und Liegen, ist genug Platz in Psilí Ámmos. Hier lässt es sich Aushalten, wir warten auf den bestellten Frappé. Zwischen Psilí Ámmos und Pythagório erstreckt sich die lang gezogene, recht kahle Küstenebene von Mykáli. An ihrem östlichen Ende steht in einer alten, von 1856-1965 betriebenen Saline meist noch im Hochsommer etwas Wasser; ein zerfallendes großes Lagerhaus an ihrem Rand diente früher zur trockenen Aufbewahrung des durch natürliches Verdampfen von Meerwasser gewonnenen Salzes. Mykáli ist die jüngste Urlaubssiedlung der Insel. Der Kieselstrand ist 3 km lang, aber völlig schattenlos. Mehrere Hotels stehen locker in der für samiotische Verhältnisse ausgesprochen öde wirkenden Landschaft. Da auch kein gewachsenes Dorf in Spaziergangs-reichweite liegt, ist Mykáli als Urlaubsdomizil für Individualreisende auf keinen Fall zu empfehlen.
Wir haben den äußersten Südosten der Insel verlassen und fahren in die nordöstliche Flammári-Hochebene. Nur knapp 3 km östlich von der Inselhauptstadt entfernt und dennoch von dort nicht einmal zu erahnen erstreckt sich die fruchtbare Hochebene. Sie verbirgt sich hinter dem Hügelzug im Osten von Vathý und gibt sich ganz ruhig ländlich. Die Hochebene wurde in der Vergangenheit landwirtschaftlich intensiv genutzt, heute werden jedoch nur noch wenige Felder bestellt. Sie reicht bis an die Ostküste der Insel, wo sie relatief steil ca. 100 m tief zum Meer hin abfällt. Zwei Klöster, drei Tavernen und die Mourtiabucht lohnen den Besuch. Mehrere Kirchen gibt es in der Flammári-Hochebene. Die Flammári-Hochebene, im Hintergrund das türkische Kap Mykale. Mehrere Kirchen gibt es in der Flammári-Hochebene. Die Agia Varvara in der Flammári-Hochebene. Agia Zóni ist das erste Kloster von zweien in der Hochebene das wir erreichen. Hinter mächtigen Zypressen und Eukalyptus-Bäumen liegt das wehrhaft wirkende Kloster, das 1695 gegründet wurde.
Leider ist das Kloster zurzeit (Juni 2011) immer noch eine große Baustelle, aber Restaurierungsarbeiten sind dringend erforderlich. Kloster Agía Zóni während der Baumaßnahme im Juni 2008. Die Klosterkirche im Innenhof.(Juni 2008) Sehenswert in der Kirche sind die holzgeschnitzte Ikonostase aus dem Jahre 1801; von der ursprünglichen Ausmalung mit Fresken ist hingegen kaum noch etwas zu erkennen .(Juni 2008) Der Glockenturm im Klostergarten.(Juni 2008) Der Glockenturm im Klostergarten.(Juni 2008) Vom Kloster Agia Zóni führt eine schmale Straße quer durch die Ebene zum etwa 1 km entfernten Weiler Kamára, hier gibt es zwei gute Tavernen. Zweigt man nach rechts ab, gelangt man nach 4 km kurvenreichen Fahrens, zum hoch an einem Berg gelegenen Kloster Zoodóchus Pigí.
Blick zurück auf die Flammári-Hochebene. Die Flammári-Hochebene zieht sich bis zur Ostküste. Vom Aussichtspunkt, blickt man hinunter auf die Flammári-Hochebene ... . ... und auf einen Teil der Ostküste. Das Kloster Zoodóchos Pigí. Der Eingang des Kloster Zoodóchos Pigí. Zu meinem Bedauern kommt, durch ein Verbot, meine Kameraausrüstung nicht zum Einsatz. Dennoch ein Besuch hierher ist sehr lohnenswert, es ist das schönste Kloster das ich auf Samos gesehen habe. Aus der Vogelperspektive, von oben nach unten: Beach Megali Laka, Beach Mikri Laka, Beach Mourtiá
Die Mourtiá-Bucht aus der Vogelperspektive. Die Mourtiá-Bucht. Die Mourtiá-Bucht. Die Mourtiá-Bucht. Ein Tavernenwirt aus Kamára, hat vor wenigen Jahren, den im Vordergrund abgebildeten Olivenhain in der Mourtiá-Bucht neu angelegt. Ich finde dadurch hat die Bucht ein wenig Flair verloren. Die Mourtiá-Bucht. Die Mourtiá-Bucht.
Die Mourtiá-Bucht. Hier am Ufer der Mourtiá-Bucht zu sitzen und der Stille "zuzuhören" ist ein Genuß für die Seele. (Mit Ausnahme der Wochenenden und Feiertagen, denn dann ist die Bucht ein beliebter Picknickplatz.) Die Mourtiá-Bucht. Die Mourtiá-Bucht. Am Spätnachmittag verlassen wir die Mourtiá-Bucht. Mit wunderschönen Eindrücken starten wir in Richtung Pythagório und beenden die Fahrt durch den Inselosten