Von Pythagório über Koumaradéi und Myli nach Iréon

Hinter der alten Inselhauptstadt Chóra steigt die Asphaltstraße langsam bergan, bis sie nach ca. 3 km eine Abzweigung zum Kloster Timíou Stavroú und ins Bergdorf Mavratzéi erreicht. Das mächtige Männerkloster Timíou Stavroú aus grau-braunem Naturstein, ... ....dessen Ziegeldächer von der blau/weissen Kuppel der Klosterkirche überragt werden, gehört heute zu den aktivsten der Insel. Man betritt das 1592 gegründete Kloster durch ein altes, rotes Holztor. Sogleich steht man im Innenhof, der wie in fast allen orthodoxen Klöstern üblich – weitgehend von der Klosterkirche eingenommen wird. Auf drei Seiten umgeben zweigeschossige Zellentrakte, die an ihren jeweiligen Enden turmartig erhöht sind, den Hof. Gen Süden präsentiert sich der Innenhof heute offen, denn 1950 brannte dieser Flügel ab. An seiner Stelle legten die Mönche einen schönen Garten mit Orangen-, Zitronen- und Olivenbäumen sowie vielen Geranien an. Man geht nun am Südportal der 1838 aus Naturstein und Ziegeln errichteten Kirche vorbei und gelangt zu einem in die Südwand des Gotteshauses eingelassenen,.... ....marmornen Brunnen mit schönen Steinreliefs. Unter dem byzantinischen Doppeladler sind zwei Vögel zu erkennen, die an in Schalen liegenden Früchten picken, dazwischen eine Sonne mit menschlichem Antlitz. Aus zwei weiteren Gesichtern fließt frisches Quellwasser; zwei Trinkschalen hängen für durstige Pilger bereit. Sehenswert ist die Klosterkirche mit prächtiger Ikonostase, dem Bischofstrohn und der Kanzel.
Diese sehr schöne Kirche (Ag. Spyridon), steht oberhalb des Klosters Timíou Stavroú in Richtung Mavratzéi. Leider ist sie fast immer verschlossen, aber von hier oben hat man einen herrlichen Blick hinunter zu den Dörfern Mýli und Pargóndas, zur Heraion-Ebene und zum Meer. Direkt an der Hauptstraße liegt Koumaradéi, eines der interessantesten Bergdörfer der Insel. Sein Name leitet sich wahrscheinlich von den kúmara ab, den in dieser Gegend relativ zahlreich vorkommenden Erdbeerbäumen. Eine Kirchenkuppel von drei Kirchen in Koumaradéi. Der kleine Friedhof in Koumaradéi, im Hintergrund ist im Dunst die Landebahn des Airports und das türkische Kap Mykale erkennbar. Zwei Töpfereien sind zu besichtigen; außerdem kann man einen Blick in die am Ortsausgang Richtung Pýrgos gelegene Manufaktur von Konstantínos Kontáxis werfen. Dort liefern eifrige Sammlerinnen die Kräuter ab, die sie in der phrygána (bis zu einen Meter hohen, immergrünen Busch und Strauchwerk) der Insel gepflückt haben. In der Manufaktur werden sie sortiert, gereinigt, verpackt und dann nach Athen und ins Ausland verschickt.
Impressionen in Koumaradéi. Impressionen in Koumaradéi. Impressionen in Koumaradéi. Impressionen in Koumaradéi. Impressionen in Koumaradéi. Besonders besuchenswert ist das Geschäft der Webstuhl an der Durchgangsstraße. Die perfekt Deutsch sprechende Eva Eleftheríou, die in Berlin studiert hat, und ihr Team verkaufen hier anspruchvolles Kunsthandwerk aus Samos. Der Webstuhl in Koumaradéi.
Der Webstuhl in Koumaradéi. Der Webstuhl in Koumaradéi. Der Webstuhl in Koumaradéi. Der Webstuhl in Koumaradéi. Der Webstuhl in Koumaradéi. Vor allem lieben Eva (links), Marlies (mitte), und Ria (rechts) das Gespräch mit ihren Besuchern. Sie sind eine schier unerschöpfliche Informationsquelle, wenn es um altes Handwerk, Sitten und Gebräuche der Samioten geht. Impressionen in Koumaradéi.
Impressionen in Koumaradéi. Das Bergdorf Koumaradéi Nur knapp 2 km unterhalb von Koumaradéi steht abseits der Straße nach Mýli das einstmals größte Kloster der Insel, Moní Megális Panagías. Wie eine kleine Festung erhebt es sich in einem völlig einsamen Tal. Moní Megális Panagías Zurzeit leben hier sehr junge Mönchen die den gewaltigen, zwei- und dreigeschossigen Bau in eigen Regie restaurieren. Moní Megális Panagías Moní Megális Panagías
Moní Megális Panagías Moní Megális Panagías Die noch vor 20 Jahren herrlich leuchtenden Wandmalereien aus dem Jahre 1596 in der Klosterkirche verblassen zusehends oder werden durch Feuchtigkeit völlig zerstört; es fehlt Geld für ihre Konservierung und erst recht für eine Restaurierung der Fresken. Es war sehr dunkel in dieser Klosterkirche, so das es freihand und ohne externen Blitz kaum möglich war ein brauchbares Foto zu machen. Trotz der miserablen Lichtsituation, sind im Kronleuchter die teilweise handbemalten Straußeneier gut zu erkennen. Moní Megális Panagías Die Agh. Taxiarchis ist eine von unzähligen Kirchen die an den abgelegensten Stellen auf der Insel stehen. Diese hier liegt zwischen dem Moní Megális Panagías und dem Dorf Mýli. Das Dorf Mýli trägt seinen Namen, der „Mühlen“ bedeutet, nach den vielen  Wassermühlen, die der Bach Imbrássos hier früher antrieb.
Gasse in Mýli. Interessant ist der kleine, ringsum von Häusern und der Dorfkirche gesäumte Dorfplatz von Mýli, die Schönste aller Platías, zumindest im samiotischen Süden. Unter alten Maulbeerbäumen stehen die Tische und Stühle zweier ganzjährig geöffneter Tavernen, die griechische Hausmannskost bieten. Hier kann man die Welt um sich herum vergessen und herrlich lauschige Abende verbringen, wenn nicht gerade ein Reiseveranstalter seine Gäste zu einer „Greek Night“ heranchauffiert hat. Aber selbst die hat in Mýli noch viel dörflichen Charakter. Impressionen in Mýli. Impressionen in Mýli. Impressionen in Mýli. Impressionen in Mýli.
Mýli. Unter dieser Brücke fliest der Bach Imbrássos, sofern er nicht ausgetrocknet ist, wie üblich in den Sommermonaten Die Brück über den Imbrássos, links der Abzweig nach Pagóndas und geradeaus in 1 km Entfernung liegt Mýli. Die Gegend um Mýli wird bestimmt durch eine fruchtbare Ebene in der Zitronen- Orangenhaine und Obstplantagen liegen. Die Apfelsinen von Mýli gelten zumindest allen Samioten als die aromatischsten ganz Griechenlands. Erntereif sind sie ab Dezember, ihren vollen Wohlgeschmack entfalten sie aber erst im Februar und März. Trotz ihrer Vorzüge werden sie nur noch zum Teil gepflückt: Der Transport dieser kleinen Mengen nach Athen oder gar ins Ausland wäre zu aufwendig und kostspielig, um mit ihnen gegen die viel preiswerter produzierten Orangen vom Peloponnes konkurrieren zu können. Im Mai/Juni werden im Straßenverkauf in dieser Gegend sehr häufig Aprikosen angeboten. Ich habe noch nie solche dickfleischigen und aromatischen Aprikosen verzerrt. Diese Kirche Agh. Georgios steht an der Straßengabelung Iréon / Mýli von Pythagório kommend.
Diese Kirche Agh. Georgios steht an der Straßengabelung Iréon / Mýli von Pythagório kommend. Die bedeutendste archäologische Stätte der Insel „Das Heraion“ wirkt auf den ersten Blick enttäuschend. Nur eine einzige, etwa 10 m hohe Säule steht noch aufrecht; ansonsten sind lediglich die Umrisse von Gebäuden im brettartig flachen Gelände nahe dem Meer zu sehen. Hier waren keine Restauratoren am Werk wie in Delphi auf dem griechischen Festland. Alles, was die Mitarbeiter der Berliner Museen und ihre zeitweise bis zu 300 samiotischen Tagelöhner zwischen 1910 und 1914 vom antiken Hera-Heiligtum freilegten, war zuvor von meterhohem Schlamm bedeckt. Immer noch imposant, doch einstmals nahezu doppelt so hoch: die einzige noch aufrecht stehende Säule des Hera-Tempels von Polykrates.  Zugegebener Zeit werde ich die Fotostrecke vom Heraion fortsetzen. Die Anlage habe ich um 15:10 Uhr aufgesucht. Geschlossen wird das Areal aber schon um 15 Uhr. Iréon wird umrahmt von den waldreichen Bergen mit Olivenhainen, Zypressen, Weinhängen und Pinien, ein kleines Städtchen mit griechischer Atmosphäre. Ireon ist die jüngste der Touristenregionen von Samos. Noch vor knapp 30 Jahren war hier nur eine unbedeutende Fischersiedlung. Diesen relativ jungen Charakter merkt man Ireon immer noch an, alles wirkt noch nicht ganz fertig oder irgendwie auf dem Reißbrett geplant und dann nur halb umgesetzt...... ....Die Straßen verlaufen rechtwinklig und manche enden irgendwo im Nichts. So sind auch nicht alle Gäste begeistert von dem Ort, Ireon ist eben Geschmacksache. Dennoch, gerade der rege Zuspruch des jüngeren Publikums ist ungebrochen und in der Hochsaison kann es in Ireon richtig voll werden. Einer der Gründe für den regen Zuspruch zu diesem Ort: Preislich liegt Ireon immer noch am unteren Ende der Skala von Samos, denn hier finden sich eher die günstigen Pensionen und die kleineren Familienbetriebe, die Luxushotels haben sich hier nicht angesiedelt. In der lang gezogenen Bucht von Ireon, mit einer autofreien Uferpromenade im Ortsbereich, befinden sich zahlreiche Geschäfte, Bars, Tavernen und Restaurants mit Terrassen direkt am Meer. Iréon wird überwiegend von deutschsprachigen Urlaubern besucht. Der Schriftzug am Kiosk unterstreicht zumindest diesen Eindruck.
An der Uferpromenade in Iréon. An der Uferpromenade in Iréon. Das Restaurant "Akrogiali" an der Uferpromenade in Iréon. Das Restaurant "Akrogiali" an der Uferpromenade in Iréon. Das Restaurant "Akrogiali" an der Uferpromenade in Iréon. Captain Gerassimo aus Pythagorio legt mit seinem Boot am Restaurant Akrogiali an. Dieses Fischerboot liegt jeden Abend an der Platía in Iréon vor Anker.
Die Platía in Iréon um die Mittagszeit. Die Platía in Iréon um die Mittagszeit. Die Platía in Iréon um die Mittagszeit. An der Uferpromenade in Iréon. Es gibt in Iréon zahlreiche Unterkünfte, hier eine kleine Auswahl ohne Rangordnung. "Studio Friendly" und die "Pension Marialena" an der Platía. Es gibt in Iréon zahlreiche Unterkünfte, hier eine kleine Auswahl ohne Rangordnung. "Hotel Angeliki" Es gibt in Iréon zahlreiche Unterkünfte, hier eine kleine Auswahl ohne Rangordnung. "Studios & Apartments Eleana"
Es gibt in Iréon zahlreiche Unterkünfte, hier eine kleine Auswahl ohne Rangordnung.  "Pension Ermioni " Es gibt in Iréon zahlreiche Unterkünfte, hier eine kleine Auswahl ohne Rangordnung. "Hotel Spiti" Es gibt in Iréon zahlreiche Unterkünfte, hier eine kleine Auswahl ohne Rangordnung.  "Hotel Rania Beach" Kirche "Agios Nikolaos" in Iréon. Was das Essen in den Tavernen betrifft, kann man in Iréon nicht viel verkehrt machen. Trotzdem möchte ich die Taverne Agkira besonders hervorheben. Das Preis-Leistungsverhältnis ist ganz hervorragend. Nicht um sonst wird die Taverne auch gerne von Einheimischen aufgesucht. Taverne Agkira Taverne Agkira
Taverne Agkira Frische Calamari, (gegrillt) mit Beilage in der Taverne Agkira Taverne Agkira. Taverne Agkira. Sympathische Wirtsleute, Maria und Manolis Dijeni vom Agkira. Restaurant "Markos" an der Uferpromenade. Restaurant "Markos" an der Uferpromenade.
An der Uferpromenade in Iréon. An der Uferpromenade in Iréon. An der Uferpromenade in Iréon. An der Uferpromenade in Iréon. An der Uferpromenade in Iréon. An der Uferpromenade in Iréon. An der Uferpromenade in Iréon.
An der Uferpromenade in Iréon. An der Uferpromenade in Iréon. Der Weststrand in Iréon. An der Uferpromenade in Iréon. An der Uferpromenade in Iréon. An der Uferpromenade in Iréon. Der kleine Fischereischutzhafen, den auch Yachten und Ausflugsboote nutzen.
Am kleinen Fischereischutzhafen. Die Steilküste gegenüber dem Fischereischutzhafen. Am kleinen Fischereischutzhafen. Der kleine Fischereischutzhafen, den auch Yachten und Ausflugsboote nutzen. Am kleinen Fischereischutzhafen. Der kleine Fischereischutzhafen, den auch Yachten und Ausflugsboote nutzen. Am kleinen Fischereischutzhafen.
Am kleinen Fischereischutzhafen. Pappa Beach ist ca.700 m vom Hafen Ireóns entfernt. Die Bucht erreicht man bequem zu Fuß oder mit dem Auto. Zweifellos ist Pappa Beach der schönste Strand von Iréon, eine traumhafte Badebucht, umrahmt von Berghängen. Impressionen am Pappa Beach. Impressionen am Pappa Beach. Bewirtet wird man durch das sympathische Ehepaar Maria & Costas, das eine warmherzige Atmosphäre ausstrahlt. Der besondere Service; Liegen können für den nächsten Tag vorbestellt werden. Impressionen am Pappa Beach. Impressionen am Pappa Beach.
Impressionen am Pappa Beach. Impressionen am Pappa Beach. Impressionen am Pappa Beach. Impressionen am Pappa Beach. Impressionen am Pappa Beach. Impressionen am Pappa Beach. Impressionen am Pappa Beach.
Impressionen am Pappa Beach. Impressionen am Pappa Beach. Impressionen am Pappa Beach. Impressionen am Pappa Beach. Impressionen am Pappa Beach. Impressionen am Pappa Beach. 138
Impressionen am Pappa Beach. Das "stille Örtchen" darf am Pappa Beach auch nicht fehlen! Der Küstenstreifen bei Pappa Beach, mit Blick bis nach Chóra.